Meta streicht manuelle Placements: So reagierst du jetzt

Meta schafft die manuelle Platzierungsauswahl für Umsatz-, Leads-, Interaktions- und App-Kampagnen ab. Mit Wertregeln lenkst du die Ausspielung trotzdem.

Kurz gesagt: Meta nimmt bei Kampagnen mit den Zielen Umsatz, Leads, Interaktionen und App-Promotion die manuelle Auswahl der Platzierungen weg. Du kannst dort nicht mehr festlegen, dass eine Anzeige nur auf Instagram läuft. Mit Wertregeln (Value Rules) lenkst du die Ausspielung trotzdem: In einem Test landeten mit +1.000 % Gebot auf Instagram 99 % der Ausspielung dort.

Was hat Meta geändert?

Bisher konntest du in jeder Anzeigengruppe zwischen Advantage+ Platzierungen und manuellen Platzierungen wählen. Mit der manuellen Auswahl hast du zum Beispiel festgelegt: Diese Anzeige läuft nur im Instagram-Feed und in den Instagram-Reels, nicht auf Facebook und nicht im Audience Network.

Für die Kampagnenziele Umsatz, Leads, Interaktionen und App-Promotion gibt es diese Wahl nicht mehr. Laut Meta werden Platzierungen dort nicht mehr manuell auf Ebene der Anzeigengruppe ausgewählt. Auch Plattformen, Geräte und Betriebssysteme lassen sich in der Anzeigengruppe nicht mehr ausschließen. Bei den Zielen Bekanntheit und Traffic bleibt die manuelle Auswahl erhalten.

Die ersten Werbekonten waren ab Ende August 2026 betroffen, zunächst bei Umsatz- und Leads-Kampagnen. Seit Oktober 2026 beschreibt Meta die Änderung im eigenen Hilfebereich. Meta stellt schrittweise um: Es kann sein, dass du die neue Ansicht in einem Werbekonto schon siehst und im nächsten noch nicht.

Warum macht Meta das?

Meta will, dass das System selbst entscheidet, wo eine Anzeige am günstigsten zum Ziel führt. Laut Meta erzielten Anzeigengruppen mit Advantage+ Platzierungen in einem Experiment im Schnitt 10 % niedrigere Kosten pro Ergebnis als Anzeigengruppen mit manueller Auswahl. Wie das Experiment aufgebaut war, verrät Meta nicht.

Für Kampagnen auf Käufe und Anfragen funktioniert die Automatik oft gut. Schwierig wird es für Marken mit klaren Vorgaben: wenn die Zielgruppe fast nur auf Instagram unterwegs ist, wenn ein Video nur fürs Hochformat gedreht wurde oder wenn billige Platzierungen viele, aber schlechte Leads bringen. Genau diese Steuerung fällt jetzt weg.

So steuerst du die Ausspielung jetzt: Wertregeln

Wertregeln, auf Englisch Value Rules, nennt Meta selbst als Ersatz. Statt eine Platzierung auszuschließen, sagst du Meta, wie viel dir ein Ergebnis auf dieser Platzierung wert ist. Meta bietet dort dann mehr oder weniger.

  1. Öffne im Werbeanzeigenmanager die Werbeeinstellungen deines Werbekontos und such den Bereich Wertregeln.
  2. Leg einen neuen Regelsatz an und wähl als Kriterium Platzierung.
  3. Markier die Platzierungen, die du stärken willst, zum Beispiel Instagram-Feed, Instagram-Stories und Instagram-Reels.
  4. Stell die Gebotsanpassung ein. Möglich sind Erhöhungen bis +1.000 % und Senkungen bis −90 %.
  5. Wähl den Regelsatz beim Erstellen der Kampagne unter Wertregeln aus.
  6. Prüf nach ein paar Tagen im Werbeanzeigenmanager die Aufschlüsselung nach Platzierung.

Ein Performance-Marketer hat genau das in seinen Werbekonten getestet: eine Wertregel mit +1.000 % für Instagram. Danach landeten 99 % der Ausspielung auf Instagram. Das kommt der früheren Auswahl „nur Instagram“ sehr nahe.

Worauf du bei Wertregeln achten musst

  • Kein harter Ausschluss: Auch mit −90 % bietet Meta auf eine Platzierung weiter mit. Sie wird teurer, aber nicht gesperrt.
  • Nicht jede Platzierung: Wertregeln gibt es nur für einen Teil der Platzierungen, vor allem für Feed, Stories und Reels auf Facebook und Instagram.
  • Höhere Kosten möglich: Wer auf einer Platzierung mehr bietet, zahlt dort meist auch mehr pro Ergebnis. Vergleich deshalb die Kosten pro Ergebnis vor und nach der Regel.
  • Reihenfolge zählt: Ein Regelsatz hat bis zu 10 Regeln mit je bis zu 2 Kriterien. Passen mehrere Regeln, gilt nur die erste in der Liste.
  • Noch nicht überall: Wertregeln sind nicht in jedem Werbekonto und nicht für jedes Kampagnenziel freigeschaltet.

Was du außerdem noch steuern kannst

  • Ausschlüsse fürs ganze Werbekonto: In den Werbeeinstellungen schließt du weiterhin das Audience Network, den Facebook Marketplace und die rechte Spalte auf Facebook aus. Neu ist, dass das auch je Kampagnenziel geht.
  • Ziel Traffic oder Bekanntheit: Ist dir die Platzierung wichtiger als die Optimierung auf Käufe oder Leads, wählst du dort die Platzierungen weiterhin selbst.
  • Passende Formate: Meta spielt eine Anzeige nicht auf Platzierungen aus, für die die hochgeladenen Medien nicht passen. Mit bis zu zehn Bildern oder Videos pro Anzeige stimmst du das Motiv auf jede Platzierung ab.

Unsere Empfehlung

Bei Kampagnen auf Käufe und Anfragen lassen wir Advantage+ Platzierungen meist laufen und beobachten die Ergebnisse je Platzierung. Wertregeln setzen wir dort ein, wo es einen klaren Grund gibt: eine Zielgruppe, die fast nur auf Instagram unterwegs ist, oder eine Platzierung, die nachweislich schlechte Leads bringt. Ohne so einen Grund kosten Wertregeln eher Geld, als dass sie helfen.

Du willst das nicht selbst einstellen? Wir übernehmen deine Meta Ads. Oder du lernst es im Meta-Ads-Workshop direkt im Werbeanzeigenmanager.

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Ja, aber nur noch bei den Kampagnenzielen Bekanntheit und Traffic. Bei Umsatz, Leads, Interaktionen und App-Promotion entscheidet Meta mit Advantage+ Platzierungen selbst, wo die Anzeige läuft. Meta stellt das seit Herbst 2026 schrittweise in allen Werbekonten um.

Wertregeln (Value Rules) sind Gebotsanpassungen für bestimmte Zielgruppen oder Platzierungen. Du legst sie in den Werbeeinstellungen deines Werbekontos an, zum Beispiel +1.000 % für Instagram oder −90 % für eine Platzierung mit schlechten Ergebnissen. Meta bietet dort dann mehr oder weniger, schließt aber nichts komplett aus.

Bei den Zielen Bekanntheit und Traffic ja, über die manuelle Auswahl. Bei Umsatz- und Leads-Kampagnen geht es nur noch annähernd: mit einer Wertregel, die das Gebot für Instagram-Platzierungen stark erhöht. In einem Test landeten so 99 % der Ausspielung auf Instagram.

Ja. Das Audience Network, den Facebook Marketplace und die rechte Spalte auf Facebook schließt du in den Werbeeinstellungen für das ganze Werbekonto aus. Das gilt für alle Kampagnen, auf Wunsch auch nur für bestimmte Kampagnenziele.

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